RSS-FeedFacebookYoutube
24.01.2012

Leuchtturm des Schweizer Cleantech-Bereichs

Zum Frühlingsbeginn wird Bern für drei Tage zur Hauptstadt der Grünen Wirtschaft: Auf dem Messegelände der BERNEXPO AG trifft sich vom 13. bis zum 15. März die nationale Cleantech-Community erstmals zur neuen Veranstaltung Cleantec City, der Schweizer Plattform für nachhaltige Entwicklung von Gemeinde, Stadt und Unternehmen.

Der Bund hat die Grüne Wirtschaft mit dem «Masterplan Cleantech» als Wachstums- und Innovationsmotor der Schweiz identifiziert. Jetzt bekommen die Schweizer Cleantech-Akteure auch eine nationale Veranstaltungsplattform: Vom 13. bis 15. März 2012 findet auf dem Messegelände der BERNEXPO AG in Bern erstmals die Cleantec City statt. Die Veranstaltung ist als Leuchtturm des Schweizer Cleantech-Bereichs konzipiert. Die Cleantec City verbindet eine eigentliche Messe mit Ausstellungsgütern, die Inszenierung eines Quartiers der Zukunft sowie attraktive Fachvorträge zu einer kompletten einzigartigen Veranstaltung. Aussteller präsentieren saubere Technologien aus den Bereichen Energie, Gebäudetechnik und Infrastruktur (Wasserversorgung, Abwasser, Abfallentsorgung, Emissionsverminderung), aber auch Instrumente der nachhaltigen Raumplanung und innovative Mobilitätskonzepte. Ergänzt wird die Veranstaltung mit attraktiven Fachtagungen und einem Eröffnungssymposium. Die Cleantec City spricht alle Fachpersonen an, die auf kommunaler Ebene und in Unternehmen über Fragen der nachhaltigen Infrastruktur und der Energie entscheiden, darunter Energie- und Infrastruktur-Verantwortliche in Städten und Gemeinden, Kommissionsmitglieder, Planer, Ingenieure, Berater sowie Führungskräfte und Techniker aus Instandhaltung und Facility Management.

Die Ausstellungssektoren
Der politische Entscheid zum Atomausstieg verleiht der Energie- und Umwelttechnik neuen Schub. Der Wille zum Umdenken in der Energiepolitik verschafft dem Schweizer Cleantech-Sektor ein noch längst nicht ausgeschöpftes Marktpotenzial. Die Cleantec City führt in Bern ein Jahr nach «Fukushima» Hersteller und Zulieferer von sauberen Technologien sowie deren Anwender in Städten, Gemeinden und Unternehmen unter einem Dach zusammen. Das Herz der Veranstaltung bildet das «Quartier der Zukunft». Auf dem zentral angeordneten Veranstaltungsbereich stellen die Forschungsanstalten des ETH-Bereichs, Fachhochschulen und weitere Wissenschaftsinstitutionen ihre Konzepte und Visionen zum Thema Nachhaltigkeit vor. Die Lösungen für die Sektoren Versorgung, Entsorgung/Recycling, Raumplanung/Bauten und Mobilität werden im Quartier der Zukunft als Themenwelt erleb- und im wörtlichen Sinn begreifbar. So wird hier etwa ein wasserstoffbetriebenes Kehrfahrzeug zu sehen sein, das anschliessend in der Stadt Bern im Piloteinsatz getestet wird.

Um das «Quartier der Zukunft» erstreckt sich der Ausstellerbereich. Hier präsentieren Anbieter ihre Technologien, Dienstleistungen und Gesamtlösungen, die ökonomischen mit ökologischem Nutzen vereinen. An den Ausstellerbereich schliesst eine grosszügig gestaltete Lounge-Zone an. Sie bietet den Ausstellern Gelegenheit, Kontakte mit Fachbesuchern und Vertretern von öffentlichen Institutionen, Unternehmen, Forschungsinstituten und Verbänden zu pflegen sowie gegenseitig Erfahrungen auszutauschen.

Attraktive Fachvorträge
Auftakt der Cleantec City bildet am 13. März ein Eröffnungssymposium mit führenden Vertretern aus der Schweizer Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Als internationaler Gastreferent wird Professor Ernst Ulrich von Weizsäcker – Autor von «Faktor Fünf» und Vordenker für nachhaltiges Wachstum – sprechen. Zum Begleitprogramm der Cleantec City gehört eine zweitägige Fachtagung, bei der am 14. und 15. März über 50 Cleantech-Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden zu aktuellen Markt- und Technologietrends informieren.

Bereich Cleantech mit Wachstumspotenzial
Die Anbieter von Cleantech-Produkten und -Dienstleitungen repräsentieren einen bedeutenden Zweig der Schweizer Wirtschaft. Die Unternehmen erzielen eine Bruttowertschöpfung von rund 20 Milliarden Franken und tragen damit 3 bis 3,5 Prozent zum Bruttoinlandprodukt der Schweiz bei. Rund 160 000 Personen (4,5 Prozent der Beschäftigten) sind laut Schätzungen in diesem Bereich tätig. Der Cleantech-Sektor hat einen vergleichsweise hohen Exportanteil. Knapp zwei Fünftel der Anbieter vertreiben ihre Produkte und Dienstleistungen auch ins Ausland. Etwa 15 Prozent der Schweizer Exportleistungen lassen sich den sauberen Technologien zuordnen – bei steigender Tendenz. Grundlage für die gute Stellung der Schweiz auf dem Weltmarkt ist die Spitzenposition der Schweizer Forschung im Bereich der Energie- und Umwelttechnologien. Der «Masterplan Cleantech» des Bundes prognostiziert insbesondere bei erneuerbaren Energien und Materialeffizienz eine hohe Marktdynamik.